HONGKONG
BUSINESS

Hongkong-Magie

Ich hatte das Gefühl, gleichzeitig in zwei Städten zu sein.“

Auf der einen Seite das hochmoderne, schnelle und stylishe Hongkong mit moderner Architektur, breiten Straßen und glitzernden Fassaden. Und auf der anderen Seite, quasi um die Ecke, das echte China: eng, laut, arm und geheimnisvoll. Hongkong ist eine Stadt oder vielleicht doch zwei Städte, die man entdecken, erleben und verstehen muss.

Business Transportation

Natürlich kann man in Hongkong Taxi fahren, aber viel entspannter ist die Fahrt mit der doppelstöckigen Tram Ding Ding. Von Hong Kong Island nach Kowloon geht es stilecht mit der Star Ferry. Tipp: unbedingt bei Dunkelheit auf dem obersten Deck die legendäre Skyline genießen.

Business Stay

In Hongkong sind die Welt-Klassiker zu Hause und alles andere als angestaubt – also wenn schon, dann auf alle Fälle hier erleben. Sei es das The Landmark Mandarin Oriental, Hong Kong (F.l.) mitten in Downtown, das Peninsula Hotel oder das Ritz-Carlton Hongkong.
In letzterem hat man den wohl spektakulärsten Ausblick. Nirgendwo auf der Welt schläft der Gast höher. Vom 102. bis 118. Stock liegt einem die Stadt zu Füßen. Im Peninsula Hotel ist auch schon der Shuttle-Service
per Rolls Royce legendär. Während der Fahrt zum Hotel kann der Gast hier aus einer Karte seinen Cocktail aussuchen, der dann bei der Ankunft frisch gemixt auf ihn wartet. Und überhaupt: In der Felix Bar des Peninsula bekämpfe ich oft meinen Jetlag. Philippe Starck hat hier eine Edelstahl-Glas-Spiegel-Bar geschaffen, deren Crew auf Weltniveau mixt. Auch ein Abstecher in die Waschräume lohnt sich, zumindest für die Männer. Denn die Waschräume befinden sich über den Dächern Hongkongs an der Glasaußenfassade.

Business Food

Mein Gott. Wer, wie ich, ein Liebhaber guter Küche ist, wähnt sich in Hongkong im Paradies. Um die wirklich besten Geheimtipps zu bekommen, kann man sich zum Beispiel von KC Koo, den wohl berühmtesten Food-Blogger der Stadt mit seinen umfangreichen Tipps inspirieren lassen. Aber ob bei ihm oder in anderen Blogs – das Tim Ho Wan im wenig chicen Stadtteil Sham Shui Po in Kowloon empfehlen alle. Und zu Recht. Über 150 verschiedene Sorten der gegarten Teigmantel-Köstlichkeiten zu unschlagbar günstigen Preisen hält das quirlige Restaurant bereit (F. r.). Und das seit 2010 samt Michelin-Stern. Unbedingt Dim Sum mit Pulled Pork und Sesam probieren.

Wer es lieber feiner mag, der sollte sich den neuen Ocean Terminal in Kowloon nicht entgehen lassen. In dem riesigen Einkaufszentrum befinden sich Dutzende Bars und Restaurants, teilweise mit atemberaubenen Blick auf die Skyline Hióngkongs. Das Fu Rong serviert kantonesische Hochküche im internationalen Twist. Da kommt das Onsen-Ei mit einer Creme aus Seetang – köstlich. Auch die Bar ist empfehlenswert und bietet wahlweise passende Wein- und Cocktailbegleitung zum Menü. Der Blick auf die hellerleuchteten Hochhäuser Hongkong Islands, inklusiver abendlicher Lasershow, ist unbezahlbar.

Und wenn abends in Hongkong die Lichter angehen, treibt es die Menschen auf die Straße, und der Temple Street Market wird förmlich überrannt. Natürlich kann man hier allerlei billige Fake-Produkte kaufen, aber ich gehe dort am liebsten zum Essen hin, schaue, wo die meisten Chinesen (und nicht Touristen) sitzen und nehme entspannt auf den Plastikmöbeln Platz. Eisgekühltes Bier, frischer Fisch, gegrilltes Huhn und allerlei chinesische kulinarische Herausforderungen warten. Die Bedienung ist ruppig und fordert Sie auf zu gehen, wenn Sie nichts mehr bestellen. Grandios!

Wer schließlich am Wochenende noch Zeit hat, nimmt die Fähre nach Lamma Island. Dort findet man einige der besten Fischrestaurants der Gegend. Probieren Sie unbedingt die berühmten Riesenkrabben. Auch der Berliner Starkoch Tim Raue lässt sich hier regelmäßig inspirieren.

Business Getaway

Neben Nachtmärkten, Straßenküchen, Bars und Restaurants lockt auch die Lust auf ein anderes echtes, pulsierendes Leben – das Lieblingshobby der Hongkonger: Pferdewetten. Der Hongkong Jockey Club ist der reichste Verein der Welt. 100 Mio. Euro werden hier an einem Renntag umgesetzt – also mehr, als alle deutschen Rennbahnen in zwei Jahren schaffen. Wetten kann man ab 1 Euro, und die Stimmung an den Rennabenden (2 x pro Woche) ist atemberaubend.


Kai Böcking …

ist immer wieder geflasht von Hongkongs Rhythmus. Schneller, höher, weiter. Auf engem Raum und auf allen Ebenen mit traditionellem Freiheitsdrang auch unter chinesischer Flagge. Er ist überzeugt: Hongkong wird immer eine aufregende Welt für sich bleiben.

 

Fotos: © iStock.com/IakovKalinin, © iStock.com/danielvfung, Konzack, Mandarin Oriental Hong Kong, Tim Ho Wan

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